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Opferzahlen der Beratungsstellen

Die staatlichen Statistiken zu der Anzahl von Opfern von Menschenhandel erfassen nur die Zahlen der kantonalen Opferhilfestellen. Diese erfassen aber nicht alle in der Schweiz identifizierten Opfer von Menschenhandel, denn nicht alle Opfer von Menschenhandel erhalten staatliche Opferhilfegelder. Die Plateforme Traite veröffentlicht deshalb hier die Zahlen der vier spezialisierten Beratungsstellen, die die meisten in der Schweiz identifizierten Opfer von Menschenhandel betreuen.

2019

Die vier Beratungsstellen der Plateforme Traite haben 141 Opfer von Menschenhandel neu identifiziert in 2019.

Zusammen mit den noch laufenden Fällen haben die vier Beratungsstellen insgesamt 394 identifizierte Opfer von Menschenhandel betreut, begleitet und beraten.

Der überwiegende Teil der betroffenen Personen sind Frauen (91%). Rund zwei Drittel (69%) der Personen wurden in der Prostitution ausgebeutet. Betroffene von Menschenhandel zwecks Ausbeutung der Arbeitskraft und Menschenhandel zwecks krimineller Handlungen stellen das andere Drittel dar. Sie wurden u.a. in Privathaushalten, in der Gastronomie, im Baugewerbe, in der Bettelei ausgebeutet oder gezwungen illegale Handlungen, wie Diebstahl, vorzunehmen.

Die häufigsten Herkunftsländer von den neu identifizierten Opfern waren Nigeria, Rumänien und Albanien. 46% der Opfer stammen von afrikanischen Ländern, 35% aus Europa selber, 11% lateinamerikanischen und 7% aus asiatischen und Ländern.

2020

Die vier Beratungsstellen der Plateforme Traite haben 174 Opfer von Menschenhandel neu identifiziert.

Zusammen mit den noch laufenden Fällen haben die vier Beratungsstellen insgesamt 426 identifizierte Opfer von Menschenhandel betreut, begleitet und beraten.

Der überwiegende Teil der betroffenen Personen sind Frauen (86%). Rund zwei Drittel der Personen wurden in der Prostitution ausgebeutet. Betroffene von Menschenhandel zwecks Ausbeutung der Arbeitskraft und Menschenhandel zwecks krimineller Handlungen stellen das andere Drittel dar. Sie wurden u.a. in Privathaushalten, in der Gastronomie, in Nailstudios, im Baugewerbe, in der Bettelei ausgebeutet oder gezwungen illegale Handlungen, wie Diebstahl, vorzunehmen.

Die häufigsten Herkunftsländer von den neu identifizierten Opfern waren Rumänien, Nigeria, Kamerun und Ungarn. 40% der Opfer stammen aus Europa selber, 40% von afrikanischen Ländern und jeweils rund 10% aus asiatischen und lateinamerikanischen Ländern.

Die Kennziffern (Anzahl, Herkunft) zu den Opfern können kantonal sehr unterschiedlich sein.

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